Die Söldner
Kanonenfutter, Güteklasse A


Gemeinschaften in der Endzeit sind von allen Seiten bedroht. Kannibalische Wilde heulen in den Wäldern und wollen nicht einsehen, daß dieses Stück Land jetzt den Siedlern gehört. Marodierende Haufen plündern ganze Dörfer, Gendo-Rudel haben schon Städte belagert. Der benachbarte Voivode hat auch möglicherweise ein Auge auf die Ressourcen geworfen... kurz: jede Gemeinschaft braucht einen starken Waffenarm, um sich zu behaupten.

Wenn die Fäuste der eigenen Söhne und Töchter nicht stark genug sind, der Bedrohung Herr zu werden, ruft man Söldner und Glücksritter, um dem eigenen Anspruch schlagkräftige Argumente zu verleihen. Das kann zum Spiel mit dem Feuer werden: schon manche Söldnerbande hat die Gelegenheit genutzt und blieb einfach vor Ort. Ihre Feuerkraft macht sie schnell zu den neuen Herren der Region – man trieb den Teufel mit dem Beelzebub aus.


Neben den teuren Elitesöldnern der
Hellvetiker, die zwar extrem schlagkräftig, aber mit einem unerschwinglichen Preisetikett und einem unbequemen Ehrenkodex daherkommen, verlassen sich viele Gemeinschaften und Möchtegern-Diktatoren auf spezialisierte Sippen und Banden, die ihre Kämpfer für Geld verleihen.

Das Kriegshandwerk ist eine der Hauptaufgaben der Söldner, aber auch spezialisiertere Tickets sind möglich: Spitzel, bewaffnete Kuriere, Leibwächter oder Festungsbau-Experten.
Richter verdingen sich außerhalb des Protektorats nicht nur als Beschützer, sondern auch als Rechtsprecher, Banditenjäger und Henker. Selbst so etwas Banales wie die Bekämpfung von Insektenplagen mit Brandgräben, Leimfallen und Flammenwerfern kann zum Auftrag werden. Ein guter Söldner zeichnet sich deshalb durch Vielseitigkeit aus.

Im Gegensatz dazu gibt es auch ganze Sippen von "Söldnern", die dauerhaft für einen der größeren Kulte arbeiten. Besonders die
Spitalier haben entlang der frankischen und pollnischen Grenzen ganze Clans angeheuert, die sich für die Jagd auf Psychonauten, den Schmuggel von Waffen und Dokumenten oder für den Geleitschutz in Medikamenten und Patronen bezahlen lassen. Auch die Richter ernennen ganze Stämme zu Schöffen, um in einem bestimmten Bereich die Ordnung aufrechtzuerhalten.


Söldner kommen meist mit den Rudimenten einer militärischen Organisation und Rangordnung daher. Bewaffnet sind sie mit einem Sammelsurium an Waffen – drei bis vier Armbrüste und eine altersschwache Schrotflinte stellen im Ödland schon ein beeindruckendes Arsenal dar. Söldner bewaffnen und kleiden sich meist durch Plünderung; daher sind bei einer nomadischen Söldnersippe alle möglichen Ausrüstungsgegenstände zu finden, bis hin zum Harnisch eines Hellvetikers oder einem Richthammer.

Im Gegensatz dazu sind Söldner, die fest für einen der Kulte arbeiten, häufig von diesem Kult ausgestattet: Schöffen-Clans könnten möglicherweise eine kleine Anzahl Richtermusketen ihr Eigen nennen, während das Spital seine Handlanger z.B. mit Medikamenten, Gummihandschuhen, Ponchos oder funktionierenden Gasmasken ausstatten könnte.