Die Siedler
Erschaffer einer neuen Heimat


In die Hände gespuckt: wir bauen uns etwas eigenes auf. Ein Dorf oder ein Handelsposten bringt durch harte Arbeit und beständigen Optimismus ein Stück Zivilisation ins Ödland, wo früher nur die Wilden den Mond angeheult haben. Die Leute, die hier an einer neuen Zukunft arbeiten, sind ein anpackender, handfester Menschenschlag, häufig Vertriebene, die hier ein neues Leben anfangen wollen. Oft gründet sich eine Siedlung an einem wichtigen Handelsweg oder an einer Ressource, die ausgebeutet werden kann – Nachrichten von reichen Erzfunden zum Beispiel lassen über Nacht ganze Städte aus dem Boden schießen.

Siedlungen in der Wildnis sind auf die Zusammenarbeit angewiesen, wollen sie wilden Gendorudeln und Raubüberfällen trotzen. Selbst bei zusammengewürfelten Gemeinden aus Abschaum und Halsabschneidern macht sich deshalb schnell ein Wir-Gefühl breit. Die gemeinsame Dorfmauer aus alten Autowracks, die die Kannibalen draußen hält, schweißt zusammen.

Siedlungen sind natürliche Anlaufpunkte für Schrotter, die dort ihre Vorräte auffrischen. Daher verfügen die meisten auch über technische Errungenschaften: einige Vorderlader zur Verteidigung, ein Pumpwerk für den Brunnen, Elektrizität durch ein klappriges Windrad.

Außerhalb ihres Dorfs kann man Siedler hauptsächlich dann antreffen, wenn sie mit einem Auftrag für die Gemeinschaft unterwegs sind. Destillat kaufen, Ersatzteile beschaffen, Wege auskundschaften. Oder sie sind von ihrer Gemeinde verstoßen worden – für Egoisten und Schmarotzer ist im Dorf wenig Platz.