KULT : HELLVETIKER - Endzeit-LARP nach DEGENESIS®

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DIE HELLVETIKER
KETTENHUNDE AM TOR ZUR HÖLLE

Die Alpen sind untertunnelt. Bunker, Festungsanlagen, Generatoren, Wartungsanlagen. Dieser Bunkerkomplex ist riesig, aber er wirkt unbedeutend im Vergleich zum Schuldkomplex der Hellvetiker.

Das Militär der Eidgenossen und die hohe Politik verkrochen sich beim großen Knall unter den Alpen, schlossen das Volk aus, das draußen verzweifelt gegen die Stahltore hämmerte. Als man die Augen wieder öffnen konnte, klaffte dort, wo sich der Bunker mit den Anführern, den Denkern, den Planern befunden hatte, eine vulkanische Hölle aus geschmolzenem Gestein, Feuer und Hitze – der Sichelschlag. Die Soldaten waren alleine
.

Die Schuld nagt an ihnen. Sie haben das Volk im Stich gelassen, das zu schützen sie geschworen hatten. Und so eroberten sie das Schweizer Kernland mit ihrer überlegenen Waffentechnologie zurück, im Gleichschritt, gehüllt in kugelfeste Panzeranzüge, die Wegbereiter-Sturmgewehre vorgestreckt, um das Urvolk vor denen zu schützen, die sie ausbeuten oder versklaven wollten.

Um ihren Militärapparat zu finanzieren, erheben sie Wegzölle für den Übergang durch die Alpentunnels und leihen ihre Soldaten als Elitesöldner und Ingenieure aus. Jeder Soldat ist auf Effizienz und Sparsamkeit gedrillt – das Verhältnis von Materialverbrauch und Erfolgsrate jeder Sektion wird öffentlich gemacht, und Schande und Verachtung blühen dem, der verschwenderisch oder erfolglos ist. Ihre Pflicht, Soldat, und keine Ausflüchte! Wer seinen Feind auch mit dem Klappspaten töten kann, der schont die Munition.

Da Siedlungen sich zu ihrem Schutz selten einen ganzen Verband anheuern können, ist der einzelne Hellvetiker nicht nur Krieger, sondern auch Lehrer: ein Mann oder eine Frau, die es vermag, aus einer Horde verängstigter Bauern eine schlagkräftige Miliz zu formen.


So begehrt die Hellvetiker als Kampfsöldner auch sind: sie anzuheuern ist nie bloß eine Frage des Geldes. Bei Konflikten unter Kulten bleiben die Schweizer stets neutral, und auch bei allen anderen Missionen werden strenge Maßstäbe angesetzt. Ist der Einsatz von Gewalt moralisch zu rechtfertigen? Dient der Einsatz der Unterdrückung Hilfloser? Bestehen beim Territorialkommando oder beim Soldaten vor Ort auch nur die geringsten Bedenken, so wird der Antrag abgelehnt: Versuchen Sie es einmal bei den Richtern. Weitergehen!

Paladine mit einem strengen Neutralitätskodex sind die Hellvetiker, schwer gepanzerte und bewaffnete Höllenhunde, die nur durch ihre unerschütterliche Treue zur Doktrin an die Kette gelegt sind.


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ERSCHEINUNGSBILD

ANLEHNUNG: WEISSER RITTER

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Einheitlich ist jeder hellvetische Soldat in den "Harnisch" gekleidet, eine moderne Vollkörper-Panzerung, die in ihrem Aufbau einer Ritterrüstung nachempfunden ist. Hier klingt an, dass die Hellvetiker mit ihrem Ehrenkodex, ihrer mönchischen Enthaltsamkeit und ihrer Fixierung auf die Doktrin die Ordensritter der Neuzeit sind.

Nicht jeder Harnisch sieht gleich aus, aber alle folgen einem bestimmten Grundschema, das in den Illustrationen der
DEGENESIS®-Regelwerke den Harnischen gemein ist: Muskeln nachempfundene, weiße Keramik- und Kevlar-Schienen an Armen und Beinen; Knie-, Ellbogen- und Schulterkacheln; überlappende Panzerplatten schützen die Brust. Der Hals und Hinterkopf sind in einem Kragen aus Lamellen eingepasst. Das gesamte Panzerensemble wird über einer grauen, eng anliegenden Kunstlederkombi getragen, die auch Kinn und Nacken bis auf Stirnhöhe abdeckt.

Diesen Harnisch herzustellen und einheitlich zu machen, stellt die große Herausforderung für den Spieler eines Hellvetikers dar. In jedem Fall ist es ratsam, sich eng an die Illustrationen zu halten, damit man mit anderen Hellvetikern zusammen ein stimmiges Bild ergibt und sofort wiedererkannt werden kann.

Erst dann kann man an die Individualisierung gehen: der Soldat schützt vielleicht einzelne Bereiche zusätzlich mit aufgenieteten Stahlplatten, oder baut ein eigenes Atemgerät mit gepanzerten Schläuchen an. Viele Soldaten integrieren Taschenlampen in den Brustschild oder die Armpanzerung. Die Grundform des Harnischs und insbesondere des charakteristischen Helmes sollte allerdings nicht verändert werden.

Neben dem Standard-Kampfharnisch gibt es zahlreiche Varianten: von leichteren, beweglichen Teilharnischen für Aufklärer bis hin zu motorisierten Heavy-Duty-Harnischen für Sturmangriffe oder schwere Arbeiten. Die schweren Varianten machen aus ihrem Träger einen fast unverwundbaren Koloss, der durch keine Tür passt.


Neben dem Harnisch trägt der Soldat seinen sogenannten "Wegbereiter", ein schweres, dreiläufiges Sturmgewehr. Im Gegensatz zu den meisten Waffen der Endzeit sind diese Gewehre stets blitzsauber und gepflegt, denn sie sind Symbol und Lebenssinn des Hellvetikers. Wer seine Waffe verliert oder zulässt, dass sie beschädigt wird, muss den Kult verlassen.


Für den Nahkampf besitzt der Hellvetiker meist ein Kampfmesser oder einen Polizeischlagstock mit Seitengriff (Nightstick, Tonfa).


Bei der Verteidigung von Tunnelabschnitten oder dem Sturm auf befestigte Stellungen kommt häufig ein Stollenschild zum Einsatz: eine schwere, kugelfeste Platte aus Stahl oder Keramik, die an zwei Griffen vorangetragen wird und die Soldaten beim Vorrücken oder Rückzug schützt.


ANLEHNUNG: STAHLARBEITER

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Der Kampfharnisch der Hellvetiker ist feuerfest – die ersten Jahre nach dem Weltenbrand bekämpften die Soldaten hauptsächlich das vulkanische Magma des Sichelschlags, das ihre Bunker zu fluten drohte. Die Kopfsektion der Rüstung besitzt deshalb einen Frontschild, der an den eines Stahlkochers oder Schweißers erinnert.

Dieses Bild kann weitergesponnen werden, indem man seinen Hellvetiker-Charakter Überwürfe, Schürzen oder Ponchos über dem Harnisch tragen lässt, die möglicherweise noch mit feuerfestem Leder oder Metallplatten beschlagen sind.


ANLEHNUNG: ROBOTER

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Unter dem geschlossenen Titanvisier seines Harnischs ist der Hellvetiker entmenschlicht, ein visuelles Echo seines emotionslosen, befehlsgebundenen und streng logischen Gebarens. Man kann die Roboter-Analogie mit LEDs an den Gelenken, einem leuchtenden Zielvisier auf der Stirn oder ähnlichen Elementen unterstützen.


ANLEHNUNG: WELTKRIEGSSOLDAT

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Straffe Körperhaltung, die Augen geradeaus: der hellvetische Soldat ist immer im Dienst. Neben der Rüstung sorgen militärische Accessoires für das Image einer Eliteeinheit: Munitionstaschen, Taktikwesten, Feldflaschen, Klappspaten, Brotdosen. Im Sinne der Endzeit sollte dieses Material aus früheren Zeiten stammen, eher aus Leinen, Blech und Leder gefertigt sein als aus modernem Tarnmuster-Ripstop-Polyacryl. (Gerade die Schweizer Armee verwendet heute noch urtümliche Ledertaschen und Metallgefäße, die sich hervorragend eignen.)

Dieses Material dient auch dazu, den Hellvetiker zu individualisieren; wiewohl Harnisch und Wegbereiter jedem Soldaten ausgegeben werden, wird der Rest der Ausrüstung individuell zusammengestellt.

Wenn es eine Standard-Dienstuniform geben sollte, dann ist dies die alte NVA-Uniform für den Formaldienst - sie ist billig und leicht zu bekommen. Allerdings tut es natürlich auch jede andere Art von grauer Uniform, die man mit den entsprechenden hellvetischen Abzeichen versieht.

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SPIELHINWEISE

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STRENGE UND ENTHALTSAMKEIT

Die Rationen sind karg, die ungeheizte Schlafzelle im Bunker bietet kaum mehr als eine harte Pritsche und ein schales Wasserbecken. Von klein auf sind die Hellvetiker auf asketische Genügsamkeit gedrillt: Eigentum der Alpenfestung wird nicht verschwendet. Andere Kulte empfinden die Soldaten als verschlossene, humorlose Gestalten mit verhärteten Gesichtszügen: Lachen hat dem Hellvetiker ebenso fremd zu sein wie Hass, Wut oder Trauer.

Persönliche Bindungen machen dem Soldaten Angst. Sie sind ein unbekanntes Minenfeld, in dem er keine Erfahrungswerte hat. Emotionen beeinträchtigen die Neutralität und den Dienstablauf - deshalb verbirgt der Hellvetiker sie hinter seiner dienstlichen Maske. Man heuert ihn schließlich nicht wegen seiner Unterhalterkünste an.

Auf ihre eigene lakonische Art sind die Höllenhunde durchaus zu tiefem Empfinden fähig, doch es äußert sich nur in kleinen Dingen: eine Blume am Luftventil des Harnischs, ein zerfleddertes Heft, in das der Soldat in stillen Momenten kurze Gedichte schreibt. Doch es ist schwer, als Außenstehender, selbst als Kamerad derselben Truppe, zu diesem Teil seiner Seele vorzudringen, ohne an der Mauer aus Pflichtbewusstsein zu scheitern.


ERFOLGSDRUCK

Jede Sektion der Hellvetiker wird fortwährend beurteilt - nach ihrem Munitions- und Ausrüstungsverbrauch, ihrer Erfolgsstatistik, ihrer Bereitschaftsgeschwindigkeit. Innerhalb der Gruppe wird ein ständiger Druck auf den einzelnen Soldaten ausgeübt, schneller, bessser, effizienter zu sein. Die Männer und Frauen sind gestresst. Für nicht wenige ist die Kameradschaft nur noch ein Lippenbekenntnis, ein Deckmantel für Gruppendruck und Schuldzuweisungen. Immer mehr Soldaten entwickeln sich zu Einzelkämpfern, denen nur noch ihre eigene Statistik wichtig ist - selbst wenn ihre Kameraden darunter leiden.


SCHLAFENDER DRACHE

Die hochtechnisierte Ausrüstung der Hellvetiker lässt sie in einem Zeitalter, wo Steinkeile wieder als modern und chic gelten, eine gewaltige Kampfkraft entfalten. Wäre da nicht die strenge Doktrin und die geringe Zahl der Soldaten, könnten sie Europa mit Leichtigkeit erobern. Wenn sie das wollten.

Und hier liegt der Knackpunkt: sie wollen nicht.

Der Hellvetiker ist für den direkten Kampf ausgebildet und bewaffnet; sein Drill zielt darauf ab, die größtmögliche Schlagkraft zu entfalten. Er ist sich dieser Macht bewusst und setzt sie nur im äußersten Notfall ein. Wenn er, sein Auftrag oder seine Truppe nicht direkt bedroht sind, wird er nicht eingreifen, falls nicht a) eine angemessene Bezahlung UND b) eine moralisch stichfest vertretbare Raison für seine Einmischung vorliegen. Sollte er sich jedoch aufgrund dieser Punkte zum Handeln entschließen, so ist er meist kämpferisch derart überlegen, dass er sich den Luxus erlauben kann, den Konflikt mit minimalem Einsatz zu beenden. Und genau das erwartet die Doktrin von ihm.


SCHWEIZER AKZENT

Ist nicht unbedingt notwendig, denn die Hellvetiker rekrutieren auch aus anderen Kulturkreisen als der Kernschweiz. Wenn man sich also nicht zutraut, trotz des putzig nachgeahmten Schweizer Zungenschlags als schwergepanzerte Kampfmaschine ernstgenommen zu werden, ist eher abzuraten. Wer natürlich von Natur aus perfekt Schwyzerdütsch parliert, ist willkommen, seine Fähigkeit auch anzuwenden!


FORMULARE

Um sich vor unliebsamen Anfragen zu schützen, verfügt die Armee über einen Wust an Formularen. Wenn keine unmittelbare Gefahr im Verzug ist oder der Soldat einen lästigen Auftraggeber loswerden will, kann das Antragsverfahren sich lang hinziehen - in dreifacher Ausfertigung. (NVA-Dienstsiegel mit Dienstnummern sind u.a. auf eBay günstig zu bekommen.) Aber auch der Soldat selbst hat seinen Teil an Papierkrieg zu führen. Anträge auf Materialzuweisung, Berichte, Kampfstatistiken, Quittungen für erhaltenen Söldnerlohn, Beurteilungen der Kameraden - das Bürokratiemonster der Alpenfestung will regelmäßig gefüttert werden.


DIE DOKTRIN

Im Kampfeinsatz halten sich die Hellvetiker an die Code de Bataille, das Feldhandbuch des Schweizer Urvolks, das den Dienst regelt. Doch die Doktrin ist mehr als das. Sie verlangt vom Soldaten unbedingte Neutralität ungeachtet persönlicher Gefühle, Ehrenhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Hingabe an den Schutz des Urvolks (womit die Schweizer all diejenigen Sipplinge meinen, die friedlich siedeln, das Land bestellen und ihre Mitmenschen nicht mit ihren Eroberungsgelüsten drangsalieren).


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ROLLEN

Die Rolle des Hellvetikers wird durch seine Waffengattung und Ausbildung bestimmt. Oft werden mehrere Spezialisten in einer Sektion zusammengefasst, um maximale Flexibilität zu erreichen. Die meisten Sektionen gruppieren sich um einen oder mehrere Grenadiere oder Sappeure, die für die erforderliche Feuerkraft sorgen; die anderen Soldaten sind für die Flankensicherung, Aufklärung und Logistik zuständig.


INFANTERIST / GRENADIER
Dies sind die eigentlichen Höllenhunde, die mit schwerem oder Standard-Harnisch und Wegbereiter Kampfeinsätze bestreiten. Sie sind in Kampftaktiken ausgebildet, schwer bewaffnet und gepanzert. Ihre Vorgehensweise ist meist direkt; das Drumherum lassen sie sich gerne von Hilfstruppen abnehmen.

SAPPEUR
Sappeure sind mit Sprengmitteln und, wo es der Einsatz erfordert, mit schweren Maschinengewehren oder Granatwerfern ausgestattet. Sie ebnen unter Feuer den Weg für den Sturmangriff, sprengen Türen, dann lassen sie sich zurückfallen und geben mit ihren schweren Waffen Unterstützungsfeuer.

RICHTSTRAHLSOLDAT
Mit leichtem Harnisch und Seitenwaffe ausgestattet und einem Funktornister auf dem Rücken, sorgt der Richtstrahlpionier für Fernsprechverbindung seiner Sektion auf Patrouille, wartet und betreibt Feldfunkanlagen und vernetzt die Einsatzeinheiten miteinander. Wenn alle Stricke reißen, überbringt er die Depeschen persönlich. Ohne ihn würde die gesamte Kommandostruktur auseinanderbrechen.

AUFKLÄRER
Leicht gepanzert und bewaffnet, späht der Aufklärer Lage und Ziele aus und erstattet Bericht. Die meisten Aufklärer verfügen neben ihren Fähigkeiten zur Beobachtung über gute Kontakte zur Landbevölkerung, sind mit den Sippen der Umgebung auf Du und können von ihnen eine Vielzahl von Informationen über Feindbewegungen und das umliegende Terrain erhalten.

SPEZIALDETACHEMENT
Die Elitesoldaten des Detachements sind Einzelkämpfer, die Spezialaufträge hinter feindlichen Linien ausführen. "Unmöglich" gibt es im Vokabular der Spezialisten nicht; sie befreien gefangene Kameraden aus befestigten Lagern, beseitigen feindliche Anführer, lassen sich von der Front überrollen und kämpfen einen unerbittlichen Guerillakrieg. Ausgestattet mit kurzläufigen Wegbereitern oder Scharfschützengewehren und leichten oder schweren Harnischen, sind sie beeindruckend bewaffnet – aber der Spezialist wendet ein, dass es keine gefährlichen Waffen, nur gefährliche Männer gebe.

FOURIER
Ein spezieller Unteroffiziersdienstgrad ist der des Fouriers. Die Aufgabe dieser Spezialisten ist die eines Versorgungsunteroffiziers. Neben der Verwaltung der Ausrüstungslager einer Sektion oder eines Zuges organisiert der Fourier Expeditionen in die Umgebung, um Verpflegung und Ausrüstung einzutauschen, zu kaufen oder zu bergen. Angesichts knapper Ressourcen und strenger Rationierung sind Fouriere Meister der "dezentralen Beschaffung". Oft sitzt ein Fourier wie eine Spinne in einem dichten Netzwerk an persönlichen Gefallen, Kontakten im Stab und in der Zivilbevölkerung, und kann vieles besorgen, indem er ein paar Strippen zieht. Hat eine Sektion einen guten Schnitt bei Effizienz und (offiziellem) Materialverbrauch, so ist das meist auf einen findigen Fourier zurückzuführen.


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GENDARM
Dies ist die Militärpolizei des hellvetischen Kernlandes. Sie sind vor allem in der Territorialregion II eingesetzt und erfüllen dort auch die Aufgaben von ziviler Polizei und Verwaltung. In Kampfeinsätzen können sie den vollen Harnisch eines Infanteristen tragen, sind aber in Ausübung ihres gewöhnlichen Dienstes mit einer leichteren Version ausgestattet.

Innerhalb der Truppe kommt den Gendarmen auch die Aufgabe einer Propagandaabteilung und eines politischen Kommissariats zu, das bei den Soldaten auf die Einhaltung des Ehrenkodex´ achtet. Soldaten, die sich eines Doktrinverstoßes schuldig gemacht haben, Abtrünnige und Abweichler werden von ihnen aufgespürt und im Idealfall zum Kriegsgerichtsverfahren ins Schweizer Kernland verbracht.

P26-KADER
Aus den Reihen der Aufklärer und Gendarmen werden die P26-Kader rekrutiert. Sie sind geheime Einsatzkräfte, agents provocateurs und Spione, die in den Kantonen eingesetzt werden. Ihre Mission: darauf hinzuarbeiten, die abtrünnige Bevölkerung wieder unter die hellvetische Ägide zu bringen. Dazu ist dem Oberkommando jedes Mittel recht: Propaganda, Subversion, Ermordung von lautstarken Kritikern der Militärregierung. In seinem Einsatz trägt der Kader selten Uniform und Harnisch, sondern ist in Verkleidung unterwegs und mischt sich unters Volk.


GENIESOLDAT
Denkt der Ödlandbewohner an die Hellvetiker, so denkt er an schwer bewaffnete Krieger in futuristischen Panzerungen. Doch das eigentliche Rückgrat der Armee sind die Genietruppen. Diese fähigen Ingenieure bauen Brücken, installieren Generatoren, dämmen Flüsse und schachten Bunker aus. Ohne sie wäre die Alpenfestung eine nutzlose Ansammlung von Schächten.
Damit sind sie die begehrtesten Söldner der hellvetischen Armee. Wo immer eine Stadt einen Brunnen oder eine Brücke braucht - das Schweizer Kreuz auf den Trägern garantiert für höchste Qualität.

Im Einsatz tragen Genietruppen den vollen Harnisch (sie sind wertvolle Spezialisten, die man gerne gut geschützt sehen möchte!) und einen Wegbereiter oder eine Pistole oder Maschinenpistole als Seitenwaffe.

SANITÄTSSOLDAT
Das Sanitätskorps der Hellvetiker ist in der breiten Fächerung der Ausbildung nicht mit den Spitaliern vergleichbar. Sie sind auf einen kleinen Bereich spezialisiert. Dennoch: wenn es um die Gesunderhaltung der Truppe oder die Versorgung von Schuss-, Schnitt-, Prell- und Würgeverletzungen geht, vollbringen die Sanitäter regelmäßig medizinische Wunder. Und welcher Arzt würde sich nur mit einem leichten Harnisch oder Stollenschild mitten in den feindlichen Kugelhagel bewegen, um mit unerschütterlicher Ruhe Verwundete zu bergen?


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HILFSTRUPPEN (AUXILIA)
Der hellvetische Soldat bringt eine beeindruckende Kampfkraft zum Tragen. Doch die Zahl der Infanteristen ist begrenzt, und ihre Ausrüstung ist auf den frontalen Kampfeinsatz zugeschnitten. Bei Aufklärungseinsätzen arbeiten Gewicht und begrenztes Sichtfeld des Harnischs gegen den Soldaten - und auch ein gut gedrillter Elitekämpfer kommt nicht ganz ohne Schlaf aus. Viele Hellvetiker konzentrieren sich daher auf das, was sie am besten können - das direkte Gefecht - und überlassen die anderen Aufgaben angeheuerten Hilfstruppen. Diese sogenannten Auxiliare finden sich oft im Gefolge eines Soldaten oder eines Trupps und haben zumindest eine rudimentäre militärische Ausbildung durch ihren Dienstherrn erfahren. Sie sichern beim Vorgehen die Flanken der Hellvetiker, kundschaften, halten Kontakt mit der Bevölkerung und schleppen Ausrüstung.

Auxiliare stammen oft aus den Reihen anderer Kulte, und nicht selten ist ihr Aufgabenbereich sehr inoffiziell. Ein ehemaliger Apokalyptiker beispielsweise ist ein idealer Kandidat für die "dezentrale Beschaffung" von Ausrüstung, oder ein ehemaliger Chronist für den Unterhalt einer Funkverbindung zur nächsten Dienststelle.

Erweist sich ein Hilfssoldat als moralisch gefestigt und kampfstark, kann er möglicherweise in den Rang eines vollwertigen Hellvetikers aufsteigen - auch wenn dies selten vorkommt und vom Territorialkommando ungern gesehen wird.

Hilfstruppen sind mit dem bewaffnet, was gerade zur Hand war. Weder den Harnisch noch den Wegbereiter dürfen sie tragen - diese Abzeichen sind den echten Soldaten vorbehalten. Im Gegensatz zu den Hellvetikern ist ihre Ausrüstung daher zusammengewürfelt und wenig konform. Als Standard hat sich in den meisten Trupps eine graue oder weiße Panzerweste aus ausgemusterten Festungsbeständen über feldgrauer Drillichuniform ohne Abzeichen, eine (ehemals tschechische) Bulldoggengasmaske und eine einfache Seitenwaffe durchgesetzt. Das Schweizer Kreuz wird mit Farbe auf diese Ausrüstungsteile aufgebracht, um dem Hilfssoldaten einen offiziellen Status zu verleihen - sehr zum Unwillen der höheren Verwaltungsstellen, die das gesamte Auxiliarswesen am liebsten totschweigen würden.

Im Spiel bietet die Rolle eines Auxiliars die Möglichkeit, das Hellvetikerspiel kennenzulernen, ohne sich gleich an den komplizierten Bau eines Harnischs oder Wegbereiters machen zu müssen.


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RÄNGE

::: MANNSCHAFTEN
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: SOLDAT
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® :::GEFREITER
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: OBERGEFREITER

Jeder Hellvetiker hat einen Dienstgrad. Niedrigere Ränge sind höheren Rängen weisungsgebunden, auch wenn es Grauzonen gibt - andere Dienstgattung, Fachbereichsvorgesetzte, besondere Befehle.

Hilfstruppen können maximal den Dienstgrad eines Soldaten haben. Sie sind in jedem Fall jedem vollwertigen Angehörigen der hellvetischen Streitkräfte gegenüber rangmäßig unterstellt.

Spielercharaktere haben üblicherweise keinen Rang oberhalb des Wachtmeisters - ein Korporal befehligt üblicherweise schon einen Trupp von 4-5 Soldaten, während ein Wachtmeister bereits eine Gruppe von bis zu 10 Männern und Frauen oder sogar einen Halbzug anführt. Da es nur wenige Hellvetiker in Europa gibt, sind auch kleine Trupps und selbst einzelne Soldaten darauf gedrillt, ohne Unterstützung zu operieren und eigene Entscheidungen zu fällen. Und soweit es das Selbstverständnis der Hellvetiker angeht, so ist schon ein einzelner Gefreiter im Harnisch einem ganzen Zug anderer Kämpfer gleichwertig. Dementsprechend wird er eingesetzt.

Da selten eine größere Einheit als ein Zug in einem bestimmten Gebiet operiert (so große Kampfhandlungen kann es gar nicht geben, dass sie einen solchen Kampfverband erfordern würden!) , trifft man auch nur selten auf Subalternoffiziere - und auf einen Major nur im Bureau des Zentralkommandos einer Territorialregion.

Tatsächlich erfüllt ein Korporal heute bereits die Aufgaben eines Feldwebels der voreshatonischen Armeen, während ein Wachtmeister etwa einem Leutnant vor dem Fall gleichgestellt ist. Die Einheiten sind kleiner und operieren autarker als in den guten alten Tagen vor dem großen Feuer, als ein Land noch ganze Bataillone aufstellen konnte. Glückliche Zeiten müssen das gewesen sein!


::: UNTEROFFIZIERE
::: OHNE PORTEPEE
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: KORPORAL
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: WACHTMEISTER
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: OBERWACHTMEISTER

::: UNTEROFFIZIERE
::: MIT PORTEPEE
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: FOURIER
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: FELDWEIBEL
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: HAUPTFELDWEIBEL
Hellvetiker : Dienstgrade - DEGENESIS® ::: ADJUTANT

::: SUBALTERN-
::: OFFIZIERE
::: LEUTNANT
::: OBERLEUTNANT
::: HAUPTMANN


::: STABSOFFIZIERE
::: MAJOR
::: OBERSTLEUTNANT
::: OBERST


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NAMEN

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Hellvetiker rekrutieren sich aus dem ehemaligen Schweizer und Österreicher Kernlandes und seiner Umgebung - das schließt Teile Frankas, Borcas, des Balkhans und Purgares mit ein. Vor- und Nachname können also einen Einschlag aus jeder dieser Regionen haben, wobei klassische Namen aus dem alpinen Raum häufig sind - Beat Gerber, Leonhardt Kaempffer, Urs Lüthi, Maria Haller, Andreas Gygax, Felix Hallgruber. Da die Armee viele Waisen aufnimmt, kann aber auch jeder andere Name aus diesen vier Regionen, selbst Schrotternamen wie Kardan oder Tabo gewählt werden. Bei den Hilfstruppen schließlich ist natürlich alles an Herkunft und Namen möglich.