Arianoi - Degenesis®

RHEA HAGAR ARIANA SIMEON
::: BORCISCHE HAGARI
::: (ARIANOI)



KULTUR: BORCA
KONZEPT: + WAHN
KULT: JEHAMMEDANERIN (ARIANOI) > HAGARI
STAMM: SIMEON


Das Fatum steht auf dem Hügel und starrt auf das Lager. Rhea steht neben ihm. Dort unten liegt ihre Heimat, das Lager ihres Stammes. Die Feuerstellen qualmen. Sie sieht, wie in der Morgensonne die Ismaeli aus den Leinenzelten treten, lange, gebogene Hirtenstäbe in den Händen, um nach den Herden zu sehen. Frauen verlassen den Schatten, um Körner auf den Mahlstein zu werfen und den Esel, der ihn drehen soll, in das Geschirr zu zerren. Sie hört die Rufe, als die Nachtwache zurückkehrt, sieht die Pferde dampfen. Dort unten sind ihre Jugendfreunde, Marian und Jehor und Aram - der liebe Aram, der ihr kleine geschnitzte Tiere auf den Wasserschlauch legte, damit sie sie finden sollte. Es fühlt sich unwirklich und grau an. Sie versucht, die Freude ihrer Kindheit zurück ins Gedächtnis zu rufen, doch da ist nichts. Keine Regung, nur ein dumpfes, klebriges Pochen hinter ihrer Stirn. Die Menschen dort unten sind formlose Fleischsäcke, amorpher Geist, in schwammige Körper gepresst. Was immer sich in Rheas Kopf eingenistet hat, es mustert Ismaeli und Hagari wie ein Raubvogel seine Beute, wie ein Löwe das Lamm. Ihre Lenden schmerzen, sie empfindet Lust bei dem Gedanken an die Pulsadern, das pochende, sprudelnde rotes Blut - und ist zugleich angewidert und starr vor Ekel. Die Gefühle vermengen sich, fließen ineinander, lassen sich nicht trennen. Wer ist sie?

Der gehörnte Riese wendet sich ab. Sie spürt sehr deutlich die Schwere des Dolches in ihrer Schärpe, das Horn mit dem kostbaren Ariesblut an ihrer Hüfte. Ein Zurück gibt es nicht mehr. Das hat ihr das Fatum zeigen wollen. Sie reißt sich los.

Sie ist Arianoi.



DEGENESIS® : Rhea Hagar - JehammedanerinDEGENESIS® : Rhea Hagar - Jehammedanerin
::: FOTOS : THORALF MÖHLIS / KOBOLDFOTO
DEGENESIS® : Rhea Hagar - Jehammedanerin
::: FOTO : THORALF MÖHLIS / KOBOLDFOTO