Rahel Hagar : Jehammedanerin - DEGENESIS®

RAHEL HAGAR NEHALEVI
::: OSTBORCISCHE HAGARI
::: (JEHAMMEDANERIN)



KULTUR: OSTBORCA
KONZEPT: + ZWANG
KULT: JEHAMMEDANERIN > HAGARI
STAMM: NEHALEVI


Die Tür schlägt mit einem Krachen auf, das Enoch aus dem sündigen Drogentraum aufschrecken lässt. Er schüttelt den Kopf, versucht die Sicht zu klären. Um ihn herum ist alles undeutlich, und er weiß nicht, ob das der Dunst der Räucherstäbchen ist oder seine trüben Augen. Dann ist plötzlich der warme, nackte Körper neben ihm weg, viele Hände packen ihn: "Schande! Schande über Dich!" Er verfällt in Panik, wähnt sich in der Hölle, schlägt wild um sich (ein Arm ist noch mit einem Seidentuch ans Bett gefesselt!), wird doch auf das Lager zurückgerungen. Sein Kopf schlägt hart an der Bettstange auf.

Kreischen und klatschende Schläge. Die nackte Apokalyptikerin hat einen Arm frei und versucht einen hinterhältigen Griff. Eine der Angreiferinnen geht schmerzerfüllt zu Boden, aber die anderen dringen auf das Mädchen ein. Sie schlägt mit einem entsetzlichen Knacken auf dem Boden auf, Nägel zerkratzen ihr Gesicht und Brüste, Handflächen schlagen auf sie ein. Dann reißen die Frauen sie wieder hoch, neigen sie über den Ismaeli. Eine Augenhöhle ist leer und blutig, die Zähne ausgeschlagen, aus dem Mund tropft Blut auf Enochs Brust.

Die Angst verleiht ihm nicht die Kraft, sich gegen die Hagari aufzulehnen, die ihn mit Händen wie Eisenklammern auf das Bett drücken. Es sind die Weiber des Stammes! Er erkennt ihre Gesichter: Rahel, Eman, Bathseba, Gada... aber sie sind hassverzerrt, fremd. Ihm wird klar, dass ihn bisher keine von ihnen direkt angesehen hat, all die Jahre, die er unter ihnen und mit ihnen gelebt hat. Stets hatten sie demütig den Blick gesenkt, keine erhob das Wort gegen einen Mann. Jetzt starren ihn alle diese harten, kalten Augen an, und er windet sich vor Entsetzen und Scham. Er versucht sich in die alte Rolle zu retten, zornig und autoritär zu werden. Sie sind Frauen, sie müssen gehorchen! "Lass mich los, Weib! Hinaus!" Aber den Worten fehlt die Überzeugungskraft. Noch nie hat er einer Frau ins Gesicht starren müssen. Er stellt fest, dass er Rahels Blick nicht standhalten kann. Seine Augen irren ab.

Die keifenden Weiber zerren ihn vom Bett, werfen ihn auf den schlaffen Körper der Hure. Er will aufspringen, denkt nur noch an Flucht, doch da trifft ihn ein Schlag wie ein weißglühendes Brandeisen quer über seine Seite und sein Geschlecht. Sein Körper bäumt sich in einer Welle aus Schmerz auf, fällt zurück, er kann nicht atmen. Rote Schleier tanzen vor seinen Augen.

Rahel, die sanfte Rahel, steht über ihm, die lange, geflochtene Viehpeitsche zum zweiten Schlag erhoben, das Gesicht zu einer dämonischen Fratze verzogen.



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