DR. ADRIAN MANTEUFFEL
::: BORCISCHER CHIRURG
::: (SPITALIER)



KULTUR: BORCA
KONZEPT: + REICHTUM
KULT: SPITALIER > CHIRURG
RANG: APPROBIERTER ARZT


Der Schädel ist geöffnet: Liquor und Hirnmasse liegen frei. Der Chronist reicht dem Chirurgen einen schwarzen Chip mit haarfeinen Pulsgebern. Er tut das schweigend. Der Herr Chirurg hat sich Vocoderplärren bei der Operation verbeten. Die Sonde tastet, die Elektroden werden langsam in die Windungen gefädelt. Mikrometerarbeit. Der Rest ist Routine: Verschließen der Schädeldecke, Vernähen der Kopfhaut. Die Handgriffe sind einfach, dennoch wird hier Geschichte geschrieben. Die Chronisten fummeln vor Aufregung an ihren Gürtelreglern herum, Frau Dr. Kaminski ist hibbelig und versucht gleichzeitig gebieterische Ruhe auszustrahlen, Dr. Degenhardt schaut nervös auf seine Schuhe. Dr. Manteuffel ist ruhig, fast phlegmatisch. Die Operation ist gelungen, das ist das, was ihn angeht. Er nimmt von Famulantin Borzing das Klemmbrett entgegen, hakt ab und kritzelt eine herrische Unterschrift unter das Blatt. "Operation gelungen, Subjekt wohlauf. Tragen Sie noch den Namen des Patienten ein." Die kleine, pedantische Handschrift der Famulantin wirkt neben seiner zierlich, als sie die Eintragungen ergänzt. Name: Mars, Karl, geb. in Justitian, keine Vorerkrankungen, das Übliche.

Dr. Manteuffel wirft noch einen Blick auf den Chip, der dem Subjekt aus der Stirn ragt.

"Armer Teufel", sagt er und lacht unvermittelt.