FAMULANT SEMYON DACUNHA
::: HYBRISPANISCHER FAMULANT DER HUNDERTSCHAFTEN
::: (SPITALIER)



KULTUR: HYBRISPANIA
KONZEPT: + ZWANG
KULT: SPITALIER > HUNDERTSCHAFTEN
RANG: FAMULANT


Die Tür öffnet sich, zeigt für einen Moment die steinernen Mienen des Gremiums. Der Jubel erstirbt, bevor er geäußert werden kann, zum Schulterklopfen erhobene Arme bleiben ziellos in der Luft hängen. Der Famulant taumelt aus dem Raum, das Gesicht kalkweiß. Schweißtropfen stehen auf der Glatze. Die Kameraden nimmt er nicht wahr, stolpert, schlägt Hände beiseite, die ihm aufhelfen wollen. Ans Fenster. Luft! Er braucht Luft. Langsam dreht er sich um. Ihm wird schwarz vor Augen.

Schnitt.

Die Phalanx hält. Versporte branden gegen sie an, schlagen ziellos mit Knüppeln auf die Famulanten ein. Ein Kamerad geht zu Boden, wird nach hinten gezogen, die Lücke schließt sich. Es sind so viele! Einer der Famulanten schreit seine Angst hinaus, wortlose Fetzen Wut und Aufregung. DaCunha ist der ruhende Pol, nimmt nichts wirklich wahr. Schritt, Abwehr, Ausweichbewegung, den Spreizer zuschnappen lassen. Eine abgeschnittene Hand prallt gegen seine Maske, hinterlässt rote Flecken in seinem Sichtfeld. Im Geiste steht er vor der Kommission, rasselt lateinische Bezeichnungen für Muskeln, Knochen, Nerven herunter. In der Prüfung brachte er kein Wort heraus, hier strömt es nur so aus ihm: Schritt, Ausweichen, Zustoßen, Flexor pollicis longus, Flexor carpi ulnaris, ein weiterer Schritt, Block mit dem Schaft, Olecranon, Pronator teres. Der Spreizer schnappt zu. Keiner der Feinde steht mehr. Er denkt noch "Triceps brachii", dann bricht die Erschöpfung über ihn herein.