DEGENESIS® - Pollen : Oasen in der Einöde

Pollen - Ewige Wanderschaft : Endzeit-LARP nach DEGENESIS®
POLLEN
EWIGE WANDERSCHAFT

EIN LAND AUF WANDERUNG

Die Pollner sind ein genügsamer Menschenschlag. Ihr kaltes, unbeständiges Heimatland zwingt ihnen ständige Wanderung auf. Nur an wenigen Orten taut der Permafrostboden auf, merkwürdige Pflanzen sprießen in fraktalen Formen – nur um ebenso schnell wieder zu verschwinden. Pollnische Sippen ziehen von Saisonlichtung zu Saisonlichtung, stets bereit, ihre Habe auf Karren zu laden und weiterzuziehen, wenn die Oase vergeht.

Handfest, beharrlich, mundfaul, der Sippe verbunden und von ruhigem Naturell, das ist der archetypische Pollner. Weise ist er, weicht lieber der Gefahr aus, als ihr ins Gesicht zu lachen – nicht aus Feigheit; sondern weil er weiß, dass der Beharrliche am Ende siegt.

Pollen ist im Griff der Biokineten; ihre Spinnenplage überzieht das Land mit flirrenden Seidengespinsten, verwachsene Monstren wanken im Sporensturm durch die Eishölle. Inmitten der Sporenfelder sind manche von ihnen zu unbeweglichen Türmen aus Fleisch und Knochen herangewachsen. Das sind Gegenden, die man meidet. Um jeden Preis.

DEGENESIS® : Pollen : Wanderschaft und Genügsamkeit
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ERSCHEINUNGSBILD

ANLEHNUNG: EISZEITJÄGER

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Pollen besteht zum größten Teil aus Tundra. Die Pollner hüllen sich in die Felle von Mammuts und anderen erlegten Tieren. (Um sich von einem Fantasy-Barbaren abzuheben, kann man sinnvollerweise die Fellseite nach innen tragen und außen auf die Haut Zeichen malen – entweder einfache Linien, Spiralen und Punkte, oder an Höhlenmalereien angelehnte Darstellungen.) Ketten aus Tierzähnen und Knochen, kleine Fetische und dergleichen sind auch bei den zivilisierteren Pollnern beliebt.

Das entbehrungsreiche Leben auf der pollnischen Steppe zeichnet die Menschen. Narben, fehlende Finger, leere Augenhöhlen sind Ehrenzeichen überstandener Gefahren. Viele Stämme und selbst sesshafte Sippen kennzeichnen ihre Zugehörigkeit mit Reihen ritueller Narben. Lange Haare, oft zu Dreads gefilzt, und kurze, stachelige Bärte sind Tracht vieler Sipplinge.


ANLEHNUNG: PLÜNDERER / ORK

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Rüstungen aus alten Autoreifen, Stahlarmierungen mit einem Betonbrocken daran als Waffe: der Pollner verwertet, was er findet. Die Ruinen geben keine große Technik her, aber man feilt und biegt alte Verkehrsschilder zu Rüstungen, Auspufftöpfe zum Samowar. Ketten, Haken und Kabel werden um die Hüfte oder die Schulter geschlungen, um notfalls zur Hand zu sein. Sie lassen den Pollner grobschlächtig und krude erscheinen.

Wo die Ruinenfelder nichts Brauchbares ausspucken, schmiedet man grobes schwarzes Eisen zu Platten, nietet sie auf Leder und Felle. Das Aussehen ist dem Pollner gleich, er braucht keinen feinziselierten Stahl aus Hybrispania, solange man mit dem Ding Schädel einschlagen oder sich seiner Haut wehren kann.


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REGIONEN


DIE SUMAVA
Vulkanische Aschenschwaden und Gase fegen über die Sumava-Ebene. Sie bleichen das Haar aus, brennen in den Augen, lassen Gummi und Plastik spröde werden, schwärzen LCD-Displays und verrosten Stahl in kürzester Zeit. Die Sippen sagen: in der Sumava vergeht die Zeit schneller. Eine gute Gasmaske, Schutzkleidung und ausreichend Filter sind nötig, um sie zu überqueren.

Wer den Gasen entkommt, der muss sich anderen Gefahren stellen. Die Apokalyptiker der Knochenweg-Schar lauern auf Versprengte, plündern die Leichen derer, die es nicht geschafft haben. Entlang des Trails liegen die porösen Skelette der Unglücklichen, die den Treck nicht überlebt haben. Die Sumava-Sippen besitzen einen Überlebensinstinkt, um den sie eine Kakerlake beneiden würde.




DIE FRAKTALWÄLDER
Sie sind der Schlüssel zum Überleben der pollnischen Nomadensippen. Scheinbar aus dem Nichts taut der Boden auf, Bäume und Pflanzen sprießen in seltsamen Spiralformen aus dem Boden. Sofort fängt das Land an, sich zu wehren: Asseln und Tausendfüßler schleppen Sporen herbei, Spinnen ziehen Gespinste, um die Pflanzen zu ersticken. Die Sipplinge verteidigen die Oasen, so lange es geht, ernten die Früchte. Irgendwann fällt die Oase zusammen, und die Nomaden wuchten mit einem Grunzen ihre Habseligkeiten auf die Schulter und ziehen weiter.

Niemand weiß, was das Fraktalwachstum auslöst. Es wandelt Sporenfelder um, wenn es unter ihnen erblüht. Die Burnernter der Apokalyptiker brennen Fraktalwälder nieder, wenn sie sie finden, die Spitalier nehmen nervös Bodenproben in der Hoffnung, dies möge keine neue Primer-Ausprägung sein, die Wiedertäufer pilgern hin und nehmen den Geist dieser offenbar heiligen Stätten in sich auf.

Irgendetwas wächst im Untergrund Pollens heran, und der Mensch wird es nicht mögen.

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BRESLAU
Die Stadt Breslau wird beherrscht vom Piasten - angeblich unsterblich, niemand hat ihn je zu Gesicht bekommen - und seiner Garde aus Druschinniks. Die Stadt ist kosmopolitisch, was man nicht zuletzt den reichen Neolibyern verdankt, die hier Urlaub machen. Jagdurlaub. Auf Biokineten. Eine Trophäe und ein Vergnügen, auf das kein großer Jäger verzichten mag.


DANZIG
Die letzte Bastion des Spitals vor der Eisbarriere und Heimat der Forschungsgruppe Primer. Konsultantin Janssen fechten hier einen verzweifelten Kampf gegen die Zeit und die Eisbarriere aus. Die Stadt ist gefroren, bis auf das bisschen Wärme, das die Heiztürme in das Spital pumpen. Gletscher schieben sich immer weiter an Danzig heran. Die umliegenden Sippen verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Liefern von Lebensmitteln und Brennholz an die Spitalierenklave, sonst wären sie längst geflohen und weitergezogen.

Neben den Spitaliern harrt hier nur eine Rotte der härtestgesottenen Wiedertäufer aus, die die "Kalte Maria", die Marienkirche Danzigs, in Beschlag genommen haben. Sie klettern in den Untergrund der Stadt - und jagen Spaltenbestien.


BRNO
Brno ist verwüstet. Der Marodeur Chernobog führte seine Streitmacht aus Klannern durch die Stadt und ließ sie zerstört zurück. Jetzt ist Brno ein Schlachtfeld, wo kleine Gruppen Artefakte plündern und den hellvetischen Scharfschützen zu entgehen versuchen, die ihre Trassen sichern.


STEYR
Hier ist der Hauptknotenpunkt für jene, die die Alpenpassage überqueren und die Verbindung zur Alpenfestung. Die Hellvetiker errichteten Schutzhütten und versuchen die Wege freizuhalten, aber Gendos und Burnschmuggler lassen das zu einer Sisyphusarbeit werden.



PANDORA UND DIE SPORENFRONT
Östlich des Einschlagskraters des Pandora-Metoriten und dem Zentrum des biokinetischen Erdenchakras erstreckt sich eine gewaltige Wand aus Sporenfeldern bis nach Süden in die Diskordanzzone. Sie konnte ungehindert wachsen und wächst immer weiter, drückt Pollen langsam die Luft ab. Aufgehalten werden kann sie nicht mehr: die biokinetischen Sporen passen sich schnell an jedes Fungizid an, Käfer attackieren die Vernichtungsfesten des Spitals. Früher oder später wird Pollen verloren sein. Hinter der Wand mag noch Asien liegen - oder es mag nichts mehr geben außer weißem Flaum.
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DIE ABSONDERLICHEN


BIOKINETEN
Sie haben ihren Körper gemeistert. Auf ihren Befehl zieht er sich zusammen, platzt auf. Knochensporne wachsen, giftige Reißzähne, die Arme verlängern sich, die Ruppen wachsen zu einem Panzer zusammen. Verletzungen heilen sie durch Häutung oder durch Absorption von Lebewesen - ein schauerlicher Vorgang. Biokineten wachen über Sporenfelder (die Residenten), von Milliarden Spinnen und Tausendfüßlern umschwärmt. Andere (die Migranten) ziehen umher, fressen, sammeln Energie - und bringen sie in die Sporenfelder, wo sie absorbiert werden.

Die Plage der Biokineten umfasst giftige Kreaturen: Skorpione, Hundertfüßler, Spinnen. Viele tragen ihre Tiere in Hautlappen mit sich herum, die sich wütend blähen und die Plage ausschwärmen, wenn der Biokinet in Zorn gerät.