DEGENESIS® - Hellvetika, Europas Nadelöhr

HELLVETIKA
BERGLAND AM SICHELSCHLAG

ALPENGLÜHEN

Die ehemalige Schweiz und weite Teile Österreichs bilden die Region, die heute als Hellvetika bekannt ist. Das schroffe Alpenmassiv als natürliches Bollwerk bietet der Bevölkerung Schutz vor Eroberungsbestrebungen – ebenso wie die Wehrhaftigkeit der auf ihre Unabhängigkeit bedachten Kantonsbevölkerung. Die größte Abschreckung für Möchtegerndespoten und Plünderer sind jedoch die Harnische und Wegbereiter-Sturmgewehre der Hellvetiker, die von ihrer Alpenfestung aus die Region weitestgehend kontrollieren.

Durch die Mitte des Alpenrückens klafft wie eine riesige Wunde der vulkanisch aktive Sichelschlag, eine Todeszone aus kochendem Gestein, die nahezu unpassierbar Europa in zwei Hälften teilt. Es ist der Ingenieurskunst der Hellvetiker-Genietruppen zu verdanken, dass Übergänge existieren: hermetisch verstärkte Brückenkonstruktionen über die tektonisch instabilen Abgründe und Magmablasen, kilometerlange Tunnels, die durch das Gebirgsmassiv gefräst wurden, gesicherte Pässe. Wer über den Sichelschlag will, muss dem Soldatenkult Wegzoll zahlen.

Die Alpenpässe sind beschwerlich und nur für Schmuggler interessant. Die Hellvetiker patrouillieren hier und haben Anweisung, bei illegalen Grenzübergängen scharf zu schießen. Hinzu kommt die Gefahr durch Wilde, Lawinen und die giftigen Dämpfe des Sichelschlags. Dennoch ist das Gebiet riesig und kaum zu kontrollieren; und so haben sich Apokalyptikerscharen hier unter der Nase der Soldaten diverse halbwegs sichere Routen etabliert, auf denen Burn und andere Schmuggelware über die Alpen gelangt.


DEGENESIS® : Hellvetika
DEGENESIS® : Hellvetika
________________________________________________________________________________________________________
REGIONEN


DIE ALPENFESTUNG
Was als Bunkeranlage begann, in der das Schweizer Militär, die Politiker und Wissenschaftler die Katastrophe des Eshatons überdauern sollten, ist heute eine gewaltige unterirdische Festungsanlage, Das Hauptquartier des Hellvetiker-Kultes. Stahltore versiegeln die Eingänge, jeder Zugang wird von Geschützposten und schwer gepanzerten Grenadieren bewacht. Im Inneren, erhellt von Fluorleuchtbändern, befinden sich Kasematten, Produktionsanlagen, Korridore, Lager, Korridore, Fernmelderäume, Korridore, Trainingshallen, Korridore und nochmals Korridore. Es ist eine straff organisierte, militarisierte Welt, in der das Knallen zusammenschlagender Hacken jedes Gespräch einleitet und die asketisch starren Gesichter keine Emotion verraten.

Das Umland ist gesäumt von Zollposten, Forts und Beobachtungsstellungen: auch wenn sie sich aus dem Schutz der Kantonsgebiete zurückgezogen haben, halten die Hellvetiker nach wie vor das Straßennetz instand und sicher. Räuber werden mit militärischer Effizienz aufgebracht und standrechtlich gehängt. Reisende sind gehalten, keine feindseligen Handlungen zu begehen: hier herrscht immer noch und seit Jahrhunderten Kriegsrecht. Nicht dass die Soldaten unfreundlich wären: der Durchgangsverkehr ist die Haupteinnahmequelle der Hellvetiker, und die verantwortlichen Unteroffiziere halten ihre Truppe zur Höflichkeit an... höflich, aber bestimmt.


DEGENESIS® : Hellvetika : Die Alpenfestung
DEGENESIS® : Hellvetika : Die Alpenfestung

DAS SCHWEIZER KERNLAND
Bis vor kurzem stand das Gebiet der ehemaligen Kantone unter Militärverwaltung durch die Hellvetiker. Ziel war, eine eigene Zivilverwaltung aufzubauen, aber die bisherigen Entwicklungen waren wenig effizient und nicht demokratisch, befanden die Kommandanten der Territorialregionen. So blieb das Kriegsrecht über Jahrhunderte bestehen, während die Gendarmerie der Alpenfestung die Administration und den Polizeidienst ausübte.

Die Kantone wurden jedoch immer aufsässiger, bis es der Kommandantur irgendwann reichte: das Militär zog sich zurück und überließ die Schweizer sich selbst. Plötzlich war man den Überfällen der Wilden aus den Bergen schutzlos ausgesetzt, musste Mauern bauen und sich auf eine eigene Miliz verlassen. Turin und einige andere Städte krochen zu Kreuze und ordneten sich wieder den Soldaten unter, und auch die für den Verkehr wichtigen Straßen und Pässe verblieben weiterhin in hellvetischer Hand. Der größte Teil der Schweiz jedoch blicb stur und ist jetzt auf sich allein gestellt.

Die Alpenfestung entsandte in die unabhängigen Kantone ihre P-29-Kader als Agenten, Spione und Agitatoren. Ziel ist es, die Bevölkerung durch Propaganda unter die hellvetische Ägide zurückzugewinnen, die Regierungen zu unterwandern, antihellvetisch eingestellte Volksvertreter zu beseitigen und letztlich eine friedliche, freiwillige Rückkehr in den hellvetischen Bund zu erreichen.


DEGENESIS® : Hellvetika : Schweizer Kernland

DIE BERGSTÄMME
Jenseits der befestigten Städte des Kernlands und der hellvetischen Mautstraßen liegt das Gebiet der wilden Bergstämme. Zumeist sind es wilde Barbaren auf steinzeitlicher Entwicklungsstufe, die in abgelegenen Tälern der Ötztaler Alpen und Tirols jahrhundertelang von der Zivilisation abgeschnitten waren. Die Angst vor den gepanzerten Ameisenmenschen aus der Alpenfestung hielt sie bisher zurück: jetzt lassen viele Stämme ihrem Hass gegen die Städter freien Lauf. Gehöfte brennen, die Schweizer schicken Strafexpeditionen in die Berge, entlang der Pässe hängen gepfählte Kinderleichen. Die Alpen, einst eine Zone des relativen Friedens in Europa, sind unruhig und gefährlich geworden.


DEGENESIS® : Hellvetika : Bergstämme

SODOM
Am Fuß der purgischen Seite der Alpen, gerade außerhalb der hellvetischen Verwaltungszone liegt Sodom, eine zusammengewürfelte Stadt für Glücksritter, Huren, Gauner und Gesetzlose aller Couleur. Hier werden Reisende mit Kasinos, Burnhöhlen, Taschendiebstahl und Bordellen geschröpft. Mehrere Apokalyptikerscharen teilen hier, nicht immer ganz friedlich, das Geschäft unter sich auf. Für viele puritanisch erzogene purgische Jugendliche ist Sodom das gelobte Land, wo man für Geld alles kaufen kann.

Die Hellvetiker tolerieren die Enklave; was außerhalb ihres Einflussbereichs passiert, dem stehen sie neutral gegenüber. Wenn der Schmuggel durch Sodom zu stark zunimmt oder sich zu viele Gesetzlose in den Übergängen danebenbenehmen, führt das Kommando ein paar Strafexpeditionen in die Stadt durch, hängt diverse Aufrührer öffentlich und marschiert wieder nach draußen: zu einer dauerhaften Besetzung dieses Kessels voll Anarchie fehlt ihnen schlicht die Lust. Meist sind die Drahtzieher dann längst durch mit Huren und Burn bestochene Soldaten gewarnt und werden erst ein paar Tage nach dem Abmarsch der Hellvetiker wieder langsam in Sodom einfliegen. Ein Ärgernis, nicht mehr.


DEGENESIS® : Hellvetika : Bergstämme
________________________________________________________________________________________________________

TERRITORIALREGIONEN
Die Verwaltung der Hellvetiker teilt ihren Einflussbereich in vier Territorialregionen auf, denen jeweils ein Oberst als Territorialkommandant vorgesetzt ist. Jede Region ist anders im Aufbau und erfordert von den Soldaten eine andere Herangehensweise.


TERR/REG I frankische Alpen und Turin. Die Soldaten hier verrichten überwiegend Grenzdienst, patrouillieren die Überlandtrassen und kassieren Zölle.

TERR/REG II ehemalige Schweizer Kantone im Kernland. Hier tritt die Armee als permanente Übergangsregierung auf, als Schutzmacht und Polizeitruppe (zumindest in den Kantonen, die unter der hellvetischen Ägide verblieben sind). Viele der hier eingesetzten Soldaten sind Gendarmen – oder P-29-Kader, die die abtrünnigen Kantone wieder eingliedern sollen.

TERR/REG III das ehemalige Österreich mit überwiegend balkhanischer Bevölkerung. Eine geringe Zahl von Hellvetikern muss hier ein extrem großes Gebiet überwachen - hier werden an den Soldaten große Anforderungen an Mobilität, Eigenverantwortung und Einfallsreichtum gestellt.

TERR/REG IV die balkhanischen und purgischen Grenzübergänge. Agenten der Voivoden und der Wiedertäufer geben sich hier die Klinke in die Hand, so dass die Soldaten alle Mühe haben, für Ruhe zu sorgen. Seit einigen Jahren droht hier auch eine neue Gefahr: psychokinetische Filamente fressen sich in das Gestein, spinnen Versorgungstunnel zu. Stechfliegen, Zecken, Flöhe und Läuse fallen in die Alpenpassagen ein. Man hat sich an die Spitalier gewandt: die Ärzte sollen ja mit sowas Erfahrung haben. Inzwischen haben die Soldaten eigene Lösungen gefunden. Sie testen die Tunnel mit Stöcken ab, üben sich in Nahschüssen, um die psychokinetische Raumkrümmung zu umgehen, fluten Korridore mit Flammenwerfern, um das Geschmeiß zu töten. Sie werden zu Experten im Umgang mit dieser neuen Gefahr.
DEGENESIS® : Hellvetika : Territorialregionen
DEGENESIS® : Hellvetika : Territorialregionen
________________________________________________________________________________________________________